Den CO2-Fußabdruck eines Holzprodukts als Lieferant berechnen
Ein Möbelhersteller oder Holzverarbeiter wird immer häufiger gefragt: Wie hoch ist der CO2-Fußabdruck dieses Produkts? Pro Stuhl, pro m2 Bodenbelag, pro Kubikmeter Holz.
Warum Holz besonders ist
Holz speichert während des Wachstums CO2. Ob diese Speicherung als negative Emission in Ihren Fußabdruck einfließt, hängt von der Berechnungsmethode ab. Der Cradle-to-Gate-Ansatz, den verified.supply verwendet, rechnet das gespeicherte CO2 nicht mit ein — nur die Emissionen aus Produktion, Transport und Verarbeitung. Das ist die gebräuchlichste und am breitesten akzeptierte Methode für das B2B-Reporting.
Die Berechnung für Holzprodukte (Schritt für Schritt)
Schritt 1 — Bestimmen Sie das Trockengewicht Ihres Produkts (kg).
Schritt 2 — Berechnen Sie die Energiemenge, die Sie pro kg Produkt verbrauchen (kWh Gas + Strom geteilt durch das Produktionsvolumen).
Schritt 3 — Fügen Sie die vorgelagerten Emissionen hinzu: Einkauf, Trocknung und Transport des Holzes verbrauchen ebenfalls Energie. Faustregel: 0,3-0,8 kg CO2e pro kg verarbeitetem Holz, je nach Herkunft und Trocknungsmethode.
Schritt 4 — Gesamtwert in kg CO2e pro kg Endprodukt, pro m2 oder pro Stück.
EUDR und Produktfußabdruck kombinieren
Wenn Sie auch der EUDR unterliegen (Holzprodukte fallen unter die EUDR), können Sie die Herkunftsdaten Ihres Holzes (GPS-Parzellen) nutzen, um den vorgelagerten Emissionsfaktor anhand von Waldtyp und Transportentfernung genauer zu bestimmen.
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